Roman aus dem Japanischen von Jürgen Stalph

Geb. mit Schutzumschlag und Leseband

ca. 160 Seiten

ISBN 978-3-944751-26-9

 

Übersetzung mit freundlicher Unterstützung durch LITPROM

 

 

Erscheinungstermin: Mai 2021

 

Seiko ito

Das Romanverbot ist nur zu begrüßen

Wir befinden uns im Jahre 2036 in der Einzelzelle einer »Sammeleinrichtung«. Der 75jährige Häftling, früher in seinem Land, das er nicht mehr beim Namen nennen darf, als Verfasser von Essays und Miszellen bekannt, schreibt »aus freien Stücken«, wie er sagt, ein Loblied auf das von der Besatzungsmacht, der »Asiatischen Union«, kürzlich erlassene Romanverbot. Sein für eine in der Strafanstalt distribuierte Broschur gedachte Text erkundet anhand zahlreicher Beispiele aus der westlichen und östlichen Literatur die Grenzen zwischen diversen literarischen Gattungen, insbesondere die zwischen Essay und Roman. Am Ende schreibt der inhaftierte Autor natürlich keinen Essay, sondern einen Roman, in dem er bald offensichtlich, bald versteckt auch Informationen zu seiner eigenen Lage und zu der des Landes unterbringt.

 

 

Eine scharfe Kritik an der achselzuckenden Lethargie des Menschen angesichts drohender Katastrophen. Und nebenbei: eine Romantheorie.

 

 

Deutsche Erstausgabe

 



Autor

Seiko Ito (*1961), ist Musiker, Schauspieler, Stückeschreiber und in Japan seit Jahrzehnten etablierter Schriftsteller. 2013 erhielt er für seinen Roman Sōzō-rajio (»Radio Imagination«) den Yukio Mishima-Preis, den Noma-Preis und den Preis des japanischen Buchhandels. Das Buch wurde ins Französische und Italienische übersetzt, außerdem, wie auch Itos Miszellenband Botanical Life, ins Chinesische. Im deutschen Sprachraum ist Ito noch völlig unbekannt.



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